| Spendenprojekt "Stimme für Anklam" |
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Spendenprojekt „Stimme für Anklam“ – Glocken für St. Marien Die Marienkirche zu Anklam ist eine der bedeutendsten Backsteinkirchen unseres Landes. Bereits 1296 erstmals erwähnt, ist sie das älteste und größte Gebäude der Hansestadt Anklam. Überregional bekannt ist die Kirche vor allem durch die vor 75 Jahren wiederentdeckten Wandmalereien, die in nahezu originalem Erhaltungszustand aus der Zeit um 1350 stammen. Die Kirche ist nicht nur Anziehungspunkt für Touristen und Veranstaltungsort für viele Konzerte, wie etwa die der traditionsreichen AnklamerSommerMusikReihe, sondern vor allem auch Gottesdienstraum der Evangelischen Kirchengemeinde Anklam. Die Glocken der Marienkirche mussten im Zweiten Weltkrieg zur Metallgewinnung abgeliefert werden, da sie im Unterschied zum Geläut der Nikolaikirche zu Anklam vergleichsweise jüngeren Datums waren. Unter den mittelalterlichen Glocken der Nikolaikirche war die größte Glocke, die sogenannte „Apostelglocke“, aus dem Jahr 1450 schon damals ein besonderer Schatz. Sie wurde von dem berühmten Glockengießer Rickert de Monkehagen geschaffen. Heute ist sie mit etwa 4500 kg Gewicht und einem Durchmesser von knapp 1,80m die größte erhaltene mittelalterliche Glocke Mecklenburg-Vorpommerns. Dekoriert mit feinen Ritz-Zeichnungen - unter anderem mit Portraits der zwölf Apostel - ist sie ein Zeugnis mittelalterlicher Gießkunst in unserem Land, das seinesgleichen sucht. Die „Apostelglocke“ läutete bis zum Jahr 1945 im Turm der Nikolaikirche, stürzte jedoch nach dem Brand des Turmes ab. Alle weiteren mittelalterlichen Glocken der Nikolaikirche wurden dabei zerstört. Die „Apostelglocke“ blieb wie durch ein Wunder erhalten, erlitt allerdings an der Krone und am Schlagring Beschädigungen durch die Hitze des Brandes und den Absturz. Nach Ende des Krieges fand die „Apostelglocke“ in der Marienkirche einen neuen Platz. Da die Marienkirche nach Kriegsende die einzig nutzbare evangelische Kirche Anklams war, wurde das Geläut durch zwei weitere Glocken ergänzt, die von der Glockengießerfirma Schilling 1947 gegossen wurden. Seit mehreren Jahren kann die „Apostelglocke“ aufgrund ihres Zustands nicht mehr geläutet werden. Durch das jahrzehntelange Läuten am verkröpften Stahljoch mit einem zu schweren und harten Klöppel ist die Sprunggefahr sehr groß geworden. Durch die Erhitzung und den Absturz sind Spannungen im Metall entstanden, die die Glocke ohnehin wesentlich empfindlicher machen als gewöhnliche Bronze-Glocken es sind. Im Gegensatz zu den Geläuten anderer vorpommerscher Städte konnte in Anklam auch mehr als zwanzig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung noch immer kein angemessenes Geläut wiederhergestellt werden. Dringende Erhaltungsmaßnahmen an der Bausubstanz der Marienkirche standen in den letzten Jahrzehnten im Vordergrund der Anstrengungen der Kirchengemeinde. Durch Förderung des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie durch die Unterstützung von Stiftungen und Einzelspendern konnte in wenigen Jahren in einem außergewöhnlichen Kraftakt die gesamte Außenhaut der Kirche (Dach, Dachstuhl, Turm, Fenster und Außenmauerwerk) saniert werden. Neben der Innensanierung, die vor allem die Ausmalung der Gewölbe und die Mauerwerkssanierung umfasst, soll nun die „Stimme“ der Stadt zum Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde werden. Dabei ist es notwendig, nicht nur die „Apostelglocke“ in den Blick zu nehmen, sondern das Geläut der Hauptkirche Anklams als Ganzes zu betrachten. Die beiden Nachkriegsglocken sind aufgrund der verwendeten Materialien und ihrer Ausführung, die der Situation 1947 geschuldet waren, für eine langfristige Nutzung nicht geeignet. Ebenso ist der Glockenstuhl ein Provisorium, das dringend eine Überarbeitung verlangt. Die Empfehlung durch Fachleute des „Beratungsausschusses für das Deutsche Glockenwesen“ sieht eine Neuaufhängung der „Apostelglocke“, eine Überarbeitung des Glockenstuhles sowie den Um- bzw. Neuguss von vier Bronze-Glocken vor. Ein Geläut diesen Umfangs wäre für eine Kirche und eine Stadt dieser Größe angemessen und würde die langfristige Schonung der „Apostelglocke“ gewährleisten, die zu hohen Feiertagen wieder über Anklam erklingen könnte. Die Gesamtkosten für die Wiederherstellung des Geläutes von St. Marien wurden auf 250.000.- Euro geschätzt. Aufgrund der herausragenden Stellung der „Apostelglocke“ und der öffentlichen Bedeutung eines Stadtgeläutes ist die Kirchengemeinde sicher, bei diesem Projekt die Unterstützung der Anklamer sowie einer weiten überregionalen Öffentlichkeit zu erhalten. Helfen Sie mit, der Stadt wieder eine Stimme zu geben! Spenden können auf das Konto Nummer 430 002 572 bei der Sparkasse Vorpommern, BLZ 150 505 00, überwiesen werden. Bitte vermerken Sie als Verwendungszweck "Glocken St. Marien".
Die Apostelglocke ist im Internet in einer Videoaufnahme zu sehen und zu hören unter: http://www.youtube.com/watch?v=5FHIJK782VE
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